ESCON (Enterprise Systems Connection)

ESCON (Enterprise Systems Connection)

Definition

ESCON ist eine Datenübertragungstechnologie, die von IBM für den Anschluss ihrer Mainframe-Computer entwickelt wurde. ESCON ermöglicht den Aufbau von Fiberoptikverbindungen zwischen Peripheriegeräten und Mainframes, was zu hoher Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit der Datenübertragung führt.

Weitere Informationen (Wikipedia)

Funktionsprinzip

ESCON arbeitet nach dem Prinzip der seriellen Datenübertragung, wobei Informationen auf einer einzigen Verbindung nacheinander übertragen werden. Diese serielle Übertragung wird über Lichtwellenleiter (optische Glasfasern) realisiert, was Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 200 Mbit/s ermöglicht. ESCON verwendet kleine, platzsparende ESCON-Steckverbinder und ermöglicht eine dynamische Umroutung des Datenverkehrs im Fehlerfall, ohne die Anwendungen zu beeinflussen.

Praxisbeispiele

  • IBM Mainframe-Computer verwenden ESCON-Verbindungen zur Anbindung von Speichersystemen.
  • Firmennetzwerke verbessern mit der Hilfe von ESCON ihre Datenübertragungsleistung zwischen verschiedenen Standorten.
  • Große Datenbanken nutzen ESCON, um hohe Übertragungsgeschwindigkeiten sicherzustellen.

Vorteile

  • ESCON bietet gegenüber älteren Technologien eine hohe Datenübertragungsgeschwindigkeit.
  • Die Nutzung von Glasfaserkabeln ermöglicht eine verringerte Anfälligkeit für elektromagnetische Störungen.
  • ESCON bietet eine hohe Zuverlässigkeit durch dynamische Fehlerkorrektur und Umroutung bei Ausfällen.
  • Die Technologie ist skalierbar und kann an wachsende Übertragungsanforderungen angepasst werden.
  • ESCON Verbindungen sind gegenüber Kupferverbindungen weniger anfällig für physikalische Beschädigungen.
  • Die Verwendung von Lichtwellenleitern ermöglichen eine hohe Energiesparrate.
  • Durch ESCON können weite Distanzen ohne Signalverlust überbrückt werden.
  • Die geringen Latenzzeiten eignen sich für Echtzeitanwendungen.

Herausforderungen

  • Die Implementierung von ESCON kann teuer sein, besonders in bereits bestehenden Infrastrukturen.
  • Spezialisiertes Personal ist für die Einrichtung und Wartung von ESCON erforderlich.
  • Wenngleich langlebig, ist die Technologie inzwischen veraltet und wird von neueren Standards abgelöst.
  • ESCON ist weniger flexibel als einige neuere Technologien wie FICON.
  • Der Wechsel zu ESCON kann bestehende Systeme und Workflows stören.
  • Ausfälle von ESCON-Verbindungen können weitreichende Auswirkungen auf das Netzwerk haben.
  • Trotz hoher Fehlertoleranz kann die Fehlerbehebung bei ESCON komplex sein.
  • Nicht alle Geräte unterstützen ESCON, was zu Kompatibilitätsproblemen führen kann.

Best Practices

  • Verwenden Sie ESCON für Anwendungen, die eine hohe Datenübertragungsrate und geringe Latenzzeit erfordern.
  • Schulen Sie Ihr Personal in der Handhabung und Wartung von ESCON-Systemen.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Hardware ESCON unterstützt, bevor Sie die Technologie implementieren.
  • Führen Sie regelmäßige Wartungen und Inspektionen der ESCON-Infrastruktur durch.
  • Nutzen Sie ESCON in Kombination mit neueren Technologien, um die Netzwerkleistung zu verbessern.
  • Planen Sie sorgfältig die Implementierung von ESCON, um Auswirkungen auf bestehende Systeme zu minimieren.
  • Verwenden Sie geeignete ESCON-Steckverbinder und qualitativ hochwertige Glasfaserkabel für beste Ergebnisse.
  • Implementieren Sie redundante ESCON-Verbindungen, um die Zuverlässigkeit des Netzwerks zu verbessern.

Fazit

Trotz einiger Herausforderungen bietet ESCON zahlreiche Vorteile, insbesondere eine hohe Datenübertragungsgeschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Fehlertoleranz. Obschon es inzwischen von neueren Technologien wie FICON abgelöst wird, hat ESCON immer noch seine Berechtigung in bestimmten Anwendungsbereichen, etwa wenn hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und geringe Latenzzeiten erforderlich sind. Durch die richtigen Best Practices und ein gut ausgebildetes Personal kann ESCON eine wertvolle Ergänzung für jedes Netzwerk darstellen.