ITAD — IT Asset Disposition
Strukturierter Prozess zur Außerbetriebnahme von IT-Hardware: Datenlöschung, Wiedervermarktung (Remarketing), Recycling…
ITAD (IT Asset Disposition) bezeichnet den Gesamtprozess, mit dem Unternehmen ausgemusterte IT-Hardware strukturiert und gesetzeskonform außer Betrieb nehmen. ITAD umfasst alle Schritte von der Bestandserfassung bis zur endgültigen Verwertung.
Die ITAD-Prozesskette
- Bestandsaufnahme: Inventarisierung aller auszumusterten Geräte mit Seriennummer, Hersteller, Modell und Zustand
- Datenlöschung: Zertifizierte Löschung nach NIST 800-88 oder BSI-Standard; Ausstellung eines Löschzertifikats (DSGVO)
- Bewertung: Marktwertermittlung nach Zustand, Alter und Marktlage
- Remarketing: Weiterverkauf funktionsfähiger Hardware (Refurbished) — maximiert den Restwert
- Recycling: Nicht vermarktbare Geräte werden WEEE-konform recycelt
- Dokumentation: Löschprotokoll, Verwertungsnachweis, ggf. R2v3-Zertifizierung des Dienstleisters
Wirtschaftlicher Vorteil
ITAD mit Remarketing erzielt höhere Erlöse als direkte Entsorgung. Moderne Business-Server (3–5 Jahre alt) erzielen oft noch 10–40 % ihres Anschaffungswertes. IT-RESELL kauft ITAD-Chargen an und übernimmt den gesamten Prozess — von der Abholung bis zum Zertifikat.
ITAD und Compliance
ITAD-Dienstleister werden zunehmend nach R2v3 (Responsible Recycling), ISO 27001 oder EN 50625 zertifiziert. Unternehmen mit ESG-Berichtspflicht (CSRD) sollten ITAD-Nachweise für ihre Nachhaltigkeitsberichte dokumentieren.
