Retargeting Ads (Wiederansprache-Werbung)
Retargeting Ads (Wiederansprache-Werbung)
Definition
Retargeting Ads sind Online-Werbemittel, die gezielt an Nutzer ausgeliefert werden, mit denen eine Website oder eine Anwendung zuvor schon interagiert hat. Ziel dieses digitalen Marketings ist es, Besucher, die eine Website verlassen, ohne einen Kauf oder eine Anfrage getätigt zu haben, erneut anzusprechen und zu einer erneuten Interaktion zu animieren.
Weitere Informationen (Wikipedia)
Funktionsprinzip
Retargeting funktioniert mithilfe von Cookies oder Pixel, die die Nutzeraktivität auf einer Website verfolgen. Verlässt ein Nutzer die Website, ohne einen Kauf getätigt oder eine Information angefordert zu haben, wird der Cookie oder Pixel aktiviert. Wenn der Nutzer später eine andere Website besucht, wird das Cookie oder Pixel die Retargeting-Ad auslösen. Die Werbebotschaft wird so exklusiv für den Benutzer angezeigt, der die ursprüngliche Website besucht hat.
Praxisbeispiele
- Ein Online-Buchladen zeigt Besucher*innen, die ein Buch in die Wunschliste gesetzt, aber nicht gekauft haben, Werbung für dieses Buch auf anderen Websites.
- Ein Onlineshop für Kleidung zeigt Nutzer*innen, die einen Artikel in den Warenkorb gelegt, aber den Kaufprozess abgebrochen haben, Werbung für diesen speziellen Artikel auf sozialen Medien.
- Ein Reiseportal zeigt Nutzer*innen, die nach Flügen gesucht, aber nichts gebucht haben, auf anderen Websites Werbung für spezielle Flugangebote.
Vorteile
- Retargeting Ads können die Conversion-Rate erhöhen.
- Sie können helfen, verlorengegangene User zu reaktivieren.
- Sie können die Markenbekanntheit erhöhen, indem sie relevante Ads gezielt an bereits interessierte Nutzer*innen ausgeben.
- Sie können personalisierte Werbung basierend auf dem Online-Verhalten und den Präferenzen der Nutzer*innen zeigen.
- Sie können die Kosten pro Conversion senken, da sie auf Nutzer*innen abzielen, die bereits Interesse gezeigt haben.
- Durch die Datensammlung und -analyse können Werbetreibende ihr Zielgruppen-Verständnis verbessern.
- Sie können Nutzer*innen auf verschiedenen Kanälen und Plattformen erreichen.
- Sie können dazu beitragen, Nutzer*innen auf dem Weg zur Conversion zu begleiten und sie zur Interaktion zu animieren.
Herausforderungen
- Wenn Retargeting Ads zu aufdringlich sind, können sie Nutzer*innen verärgern.
- Sie sind datenschutzrechtlich umstritten, da sie auf der Verfolgung des Online-Verhaltens basieren.
- Es besteht die Gefahr der Überwerbung, wenn Nutzer*innen zu häufig oder nach dem Kauf erneut mit denselben Ads konfrontiert werden.
- Es kann schwierig sein, den richtigen Zeitpunkt für das Retargeting zu bestimmen.
- Die Erfolgsmessung und Kosten-Nutzen-Analyse von Retargeting Ads kann komplex sein.
- Sie können irrelevante Werbung liefern, wenn sie auf veralteten oder ungenauen Daten basieren.
- Die Wirksamkeit von Retargeting Ads hängt von der Qualität und Relevanz der ursprünglichen Website und der Werbebotschaft ab.
- Retargeting funktioniert weniger gut bei Nutzer*innen, die Cookies regelmäßig löschen oder Tracker-Blocking-Tools verwenden.
Best Practices
- Regelmäßiges Überprüfen und Aktualisieren der Retargeting-Strategie
- Festlegen einer maximalen Frequenz für die Anzeige von Retargeting Ads, um Überwerbung zu vermeiden
- Durchführen von A/B-Tests, um die Wirksamkeit von unterschiedlichen Ad-Designs und Nachrichten zu testen
- Berücksichtigen der Kundenreise und des Zeitpunkts der Verlassung der Website in der Retargeting-Strategie
- Inschließlich eines klaren Calls-to-Action in den Ads
- Einsetzen von Segmentierung und Personalisierung, um relevante Ads zu erstellen
- Berücksichtigen der Datenschutzbestimmungen und klare Kommunikation zur Nutzung von Daten für Retargeting
- Verwenden von qualitativ hochwertigen und ansprechenden Ads, die die Aufmerksamkeit der Nutzer*innen auf sich ziehen und sie zum erneuten Besuch bewegen
Fazit
Retargeting Ads können ein wirksames Mittel sein, um Interessent*innen zu reaktivieren und sie zu einer erneuten Interaktion mit einer Website oder Anwendung zu bewegen. Sie ermöglichen eine personalisierte und gezielte Werbestrategie, die auf dem Verhalten und den Vorlieben der Nutzer*innen basiert. Trotz einiger Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf Datenschutz und Nutzerakzeptanz, können sie bei korrekter Anwendung die Conversion-Rate erhöhen und zur Steigerung der Markenbekanntheit beitragen. Allerdings erfordern sie eine sorgfältige Planung und Umsetzung sowie eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Strategie.
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