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IT-Kaufberatung

Storage konfigurieren: Worauf es bei Kapazität, Laufwerken, Controllern und Anbindung ankommt

Vom Speicherbedarf zur Anfrage, ohne späte Überraschungen bei Leistung und Ausbau.

Steffen Huntscha Steffen Huntscha 26. Oktober 2026 12 Min Lesezeit

Storage konfigurieren bedeutet mehr, als Laufwerke in ein Gehäuse zu stecken. Plattform, Controller, Laufwerke, Kapazitätsrechnung und Anbindung müssen zusammenpassen, sonst fehlt am Ende Kapazität, Leistung oder die Möglichkeit zur Erweiterung.

Dieser Guide führt Sie vom Speicherbedarf über die Wahl von Plattform, Controller und Laufwerken bis zur Kapazitätsrechnung und Anbindung. Er zeigt typische Fehlkonfigurationen und eine Checkliste für die Anfrage.

Er gilt herstellerübergreifend, ob Sie ein neues System aufbauen oder einen Bestand erweitern, neu oder refurbished. Wer zusätzlich den Server plant, findet den passenden Guide unter Server konfigurieren.

Vom Speicherbedarf aus planen

Datenmenge, Wachstum und Zugriffsmuster

Beginnen Sie mit drei Fragen: Wie viele Daten haben Sie heute, wie schnell wachsen sie, und wie greifen Anwendungen darauf zu? Kapazität und Leistung sind zwei getrennte Anforderungen. Ein System kann viel Platz bieten und trotzdem zu langsam sein, wenn viele kleine, zufällige Zugriffe anfallen, wie bei Datenbanken und virtuellen Maschinen. Große, sequenzielle Datenströme wie Backups stellen andere Anforderungen an Laufwerke und Anbindung. Halten Sie zusätzlich das Verhältnis von Lesen zu Schreiben fest.

  • Virtualisierung und Anwendungen: Zahl der Hosts, geplante Anwendungen, Antwortzeiten und Verfügbarkeit bestimmen die Auslegung.
  • Dateien und NAS: Wichtig sind Datenmenge, Nutzerzahl und gewünschtes Wachstum.
  • Backup: Aufbewahrungszeiten, Datenwachstum und das Zeitfenster für Sicherungen zählen.

Verfügbarkeit und Wiederherstellung

Legen Sie fest, wie lange ein Ausfall dauern darf und wie viele Daten im Ernstfall verloren gehen dürfen. Daraus ergibt sich, ob ein System mit zwei Controllern, redundanten Netzteilen und Replikation nötig ist oder ob eine einfachere Lösung genügt. Als gängige Faustregel für Sicherungen gilt: drei Kopien auf zwei verschiedenen Medien, eine davon an einem anderen Ort.

Merke

RAID und Snapshots ersetzen kein Backup. Sie schützen vor dem Ausfall von Laufwerken oder vor Bedienfehlern, nicht vor dem Verlust des gesamten Systems oder vor Schadsoftware.

Plattform wählen: DAS, NAS oder SAN

Anbindungsarten im Überblick

Beim Direct Attached Storage (DAS) hängt der Speicher direkt am Server. Serverseitig genügt ein HBA, die Kapazität lässt sich aber nur eingeschränkt skalieren [1]. Ein Storage Area Network (SAN) stellt mehreren Servern Block-Speicher über ein eigenes Netz bereit, meist per Fibre Channel mit eigenen HBAs und Switches [1]. Ein Network Attached Storage (NAS) liefert Dateifreigaben über das normale Netzwerk und wird über Standard-Netzwerkschnittstellen angeschlossen [1].

Als Alternative zu Fibre Channel ist iSCSI verbreitet. Es transportiert Block-Speicher über Ethernet und gilt als kostengünstigerer Einstieg in ein SAN. Idealerweise läuft es in einem dedizierten Netz [2].

Drei Pfade zwischen Server und Speicher: DAS mit direktem Kabel, NAS über Ethernet und Switch, SAN mit zwei redundanten Pfaden über Switch
DAS, NAS und SAN unterscheiden sich in der Anbindung und im Zugriff auf die Daten.

Array, Storage-Server oder Erweiterungsgehäuse

Ein Storage-Array bringt Controller, Gehäuse und Software für Volumes und Datendienste mit. Ein Storage-Server ist ein Server mit vielen Laufwerken, bei dem auch Prozessor und Arbeitsspeicher zur Planung gehören. Ein Erweiterungsgehäuse, auch Shelf genannt, ergänzt ein vorhandenes System um Laufwerksplätze und funktioniert nur zusammen mit einer passenden Anlage. Für eine Erweiterung brauchen Sie deshalb die genaue Modellbezeichnung und Ausstattung Ihres Bestands [5].

Controller und Ausfallsicherheit

Der Controller ist das Herz eines Storage-Arrays. Er verwaltet RAID, Cache, Volumes und die Verbindung zu den Servern. Viele Arrays arbeiten mit zwei Controllern, die sich gegenseitig absichern: Fällt einer aus, übernimmt der Partner. Bei der HPE MSA 2060 sind zum Beispiel zwei hot-swap-fähige Controller im Active/Active-Betrieb Standard, Konfigurationen mit nur einem Controller werden nicht unterstützt [3].

Prüfen Sie bei jedem System, ob ein oder zwei Controller verbaut sind und ob die Host-Ports zu Ihrer Infrastruktur passen. Je nach Modell stehen etwa Fibre Channel, iSCSI oder SAS zur Wahl [3]. Der Schreibcache sollte gegen Stromausfall geschützt sein. Eine Mehrpfadanbindung (Multipathing) mit zwei Verbindungen je Server schützt zusätzlich vor dem Ausfall eines Kabels, Ports oder Switches.

Laufwerke: Typ, Schnittstelle und Freigabe

Bei Laufwerken zählt neben der Kapazität, wofür das System eingesetzt wird. Die folgende Übersicht ordnet die gängigen Typen ein.

Laufwerkstyp Stärke Typischer Einsatz
NL-SAS oder Midline-SAS (7,2K) Bestes Verhältnis von Kapazität zu Kosten Backup, Archiv, Dateien
SAS-HDD (10K oder 15K) Ausgewogene Leistung, Kapazität und Kosten Anwendungen, Virtualisierung in Bestandssystemen
SAS-SSD Hohe Leistung und geringe Latenz Virtualisierung, Datenbanken
NVMe-SSD Höchste Leistung, sofern das System sie unterstützt Latenzkritische Anwendungen

Viele Systeme kombinieren mehrere Laufwerkstypen in Stufen. Häufig genutzte Daten liegen auf schnellen SSDs, der große Rest auf kapazitätsstarken HDDs. Dieses Prinzip heißt Tiering.

Pyramide mit drei Stufen: oben ein Chip für schnelle SSDs, in der Mitte zwei Laufwerke, unten vier Laufwerke für Kapazität, mit Pfeilen für Geschwindigkeit und Kapazität

Je schneller die Stufe, desto kleiner und teurer ist sie, je größer die Stufe, desto günstiger die Kapazität.

Systemfreigabe und Teilenummer

Nicht jedes Laufwerk mit passender Bauform läuft in jedem System. Teilenummer, Controller und Systemfreigabe gehören zur Prüfung [5]. Viele Arrays arbeiten nur mit freigegebenen Laufwerken, deshalb sollten Sie Laufwerke immer passend zum konkreten Modell auswählen. Eine Übersicht passender Festplatten finden Sie in unserem Shop.

Kapazität richtig berechnen

Brutto, RAID und Spare

Die Bruttokapazität ist die Summe aller Laufwerke. Davon gehen die Redundanz des RAID-Levels und Reserve-Laufwerke ab. Bei RAID 6 belegen zwei Laufwerke einer Gruppe die Parität, bei RAID 10 die Hälfte der Laufwerke die Spiegelung. Große HDDs brauchen für eine Wiederherstellung lange, deshalb setzen viele Konzepte auf doppelte Parität wie RAID 6. Einige Arrays reservieren Spare-Kapazität verteilt über alle Laufwerke statt eines eigenen Laufwerks, die Regeln unterscheiden sich je System.

Pyramide mit drei Stufen: oben ein Chip für schnelle SSDs, in der Mitte zwei Laufwerke, unten vier Laufwerke für Kapazität, mit Pfeilen für Geschwindigkeit und Kapazität

Beispielrechnung mit 12 Laufwerken zu je 4 TB: Von 48 TB brutto bleiben rund 29,5 TiB nutzbar.

TB oder TiB

Hersteller geben Kapazitäten in Terabyte (TB, 10 hoch 12 Byte) an, Betriebssysteme zeigen häufig Tebibyte (TiB, 2 hoch 40 Byte) an. Ein Tebibyte ist rund 10 Prozent größer als ein Terabyte [4], deshalb wirkt der Speicher kleiner, als Sie bestellt haben. Rechnen Sie bei der Planung in einer einheitlichen Einheit.

Reserve für Snapshots und freien Platz

Ein Storage sollte nie bis zum Rand gefüllt werden. Snapshots, Wachstum und interne Verwaltung brauchen freien Platz, außerdem sinkt die Leistung vieler Systeme bei sehr hoher Füllung. Planen Sie deshalb Reserve ein und rechnen Sie das Wachstum für die geplante Nutzungsdauer dazu.

Merke

Vergleichen Sie Angebote immer anhand der nutzbaren Kapazität nach RAID, Spare und Reserve und nicht anhand der Bruttokapazität.

Anbindung: Fibre Channel, iSCSI oder SAS

Anbindung Typischer Einsatz Zu beachten
Fibre Channel SAN mit eigenem Netz, größere Umgebungen Braucht FC-HBAs, FC-Switches und passende Transceiver
iSCSI Block-Speicher über Ethernet, auch für kleinere Umgebungen Idealerweise dediziertes Netz mit ausreichend Bandbreite
SAS direkt Wenige Server direkt am Array Begrenzte Zahl an Hosts, kurze Kabelwege

Halten Sie fest, wie der Speicher an Ihre Server angeschlossen werden soll, und nennen Sie vorhandene Adapter, Switches und Ports. Kabel und Transceiver gehören nicht automatisch zum Lieferumfang [5]. Mehr zu Fibre-Channel-Switches finden Sie in unserem Beitrag Cisco MDS SAN-Switches, passende Optiken unter Transceiver.

Einbau, Strom und Erweiterung

Planen Sie Rackplatz, Gewicht und Stromversorgung. Gehäuse mit vielen Laufwerken sind schwer und brauchen zwei Netzteile an getrennten Stromkreisen, eine USV schützt zusätzlich vor Netzausfällen, Modelle zeigt der Beitrag zu APC Smart-UPS-Modellen. Hinweise zu Rackschienen und Zubehör finden Sie unter 19-Zoll-Zubehör richtig auswählen.

Erweiterungsgehäuse werden meist per SAS-Verkabelung angebunden, bei der HPE MSA 2060 über 12-Gb-SAS-Erweiterungsports [3]. Wie viele Gehäuse sich anschließen lassen, hängt vom System ab. Wie Rack, Strom und Netzwerk zusammenspielen, beschreibt der Beitrag zur Serverraum-Grundausstattung für KMU, Hinweise zur Energie im Beitrag Stromkosten im Serverraum senken.

Neu oder refurbished konfigurieren

Ein Storage-System kann aufbereitete Hardware und neue Komponenten kombinieren. Entscheidend ist der Zustand der jeweiligen Position: Ein neues Laufwerk macht nicht automatisch das ganze System zu Neuware [5]. Bei gebrauchter Hardware sind drei Punkte wichtig: der Support-Status samt Firmware, den der Beitrag EOL, EOS und End of Support erklärt erläutert, die Prüfung, wie wir sie in So wird Refurbished-Hardware geprüft beschreiben, und die Absicherung nach dem Kauf, die Garantie und Support bei Refurbished-Hardware erklärt.

Typische Fehlkonfigurationen im Überblick

Die folgende Übersicht fasst die häufigsten Fehler und ihre Alternativen zusammen.

Fehler Folge Besser so
Nur auf Bruttokapazität achten Nutzbarer Speicher fällt kleiner aus Nutzbare Kapazität nach RAID, Spare und Reserve rechnen
Laufwerke ohne Systemfreigabe Laufwerk wird nicht erkannt oder nicht unterstützt Teilenummer und Freigabe für das Modell prüfen
Nur ein Controller trotz hoher Verfügbarkeitsanforderung Ein Ausfall legt den Zugriff lahm Zwei Controller und Multipathing einplanen
Host-Ports passen nicht zur Infrastruktur Zusätzliche Karten, Switches oder Umbau nötig Anbindung (FC, iSCSI, SAS) vor dem Kauf festlegen
Erweiterungsgehäuse ohne passendes Hauptsystem Das Shelf lässt sich nicht verwenden Exakte Modellbezeichnung des Bestands nennen
Kabel und Transceiver vergessen Die Anlage lässt sich nicht anschließen Verkabelung und Optiken in die Stückliste aufnehmen
RAID als Backup betrachten Datenverlust bei Fehlbedienung oder Schadsoftware Getrennte Sicherung einplanen
Keine Reserve für Wachstum Früh am Limit, Tausch statt Erweiterung Wachstum und freien Platz einplanen

Checkliste vor der Anfrage

Klären Sie vorab die nachfolgenden Punkte, damit Sie für eine Anfrage gut vorbereitet sind.

Thema Was Sie klären sollten
Speicherbedarf Datenmenge heute, Wachstum, geplante Nutzungsdauer
Zugriffsmuster Virtualisierung, Datenbank, Dateien oder Backup, Verhältnis von Lesen zu Schreiben
Plattform Neues Array, Storage-Server oder Erweiterung, bei Erweiterung die genaue Modellbezeichnung
Controller Ein oder zwei Controller, Cache, Host-Ports
Laufwerke Typ, Schnittstelle, Format, Teilenummer, Zustand
Kapazität Nutzbarer Speicher nach RAID, Spare und Reserve, TB oder TiB
Anbindung FC, iSCSI oder SAS, Adapter, Switches, Kabel, Transceiver
Einbau und Strom Rackplatz, Gewicht, Netzteile, Stromkreise, USV
Sicherung Backup, Snapshots, Wiederherstellung
Altsystem Ausmusterung und Datenlöschung planen

Wenn ein Altsystem ersetzt wird, planen Sie auch die sichere Löschung der Daten ein.

Konfigurieren in der Praxis

Auch für Storage gibt es Konfiguratoren, die Schritt für Schritt durch die Auswahl führen. Im Storage-Konfigurator von IT-RESELL wählen Sie Hersteller, Serie und Modell, ergänzen die hinterlegten Laufwerke, Controller und das Zubehör und übergeben die Konfiguration als unverbindliche Anfrage. Zur Auswahl stehen Storage-Arrays, Storage-Server und Erweiterungsgehäuse von HPE, Dell, IBM, Lenovo, NetApp, Fujitsu und Supermicro [5].

Der Konfigurator unterstützt eine RAID-Planung mit berechneter Kapazität, die als Planungswert dient, und kennzeichnet neue Artikel direkt am Titel [5]. Wie jeder Konfigurator zeigt er die dem Modell zugeordneten Optionen, deckt aber nicht jede Abhängigkeit ab. Systemfreigaben, Controller und Verkabelung prüfen wir deshalb vor jedem Angebot. Die Anfrage ist keine Bestellung [5].

Fazit

Wer Storage konfigurieren möchte, beginnt beim Speicherbedarf und endet bei Reserve, Redundanz und Absicherung. Wer zuerst Plattform und Anbindung klärt und danach Controller, Laufwerke und Kapazität darauf abstimmt, vermeidet die meisten Fehlkonfigurationen. Die Checkliste hilft, nichts zu vergessen, egal ob Sie ein neues System aufbauen oder einen Bestand erweitern.

Merke

Entscheiden Sie in dieser Reihenfolge: Speicherbedarf, Plattform und Anbindung, Controller, Laufwerke, dann die Kapazitätsrechnung mit Reserve. Wer umgekehrt beginnt, muss später oft nachbessern.

Wenn Sie Ihre Auswahl prüfen oder die Auslegung besprechen möchten, unterstützen wir Sie gern.

Storage selbst konfigurieren?

Stellen Sie sich Ihr Storage-System nach Speicherbedarf zusammen – Plattform, Anbindung, Controller, Laufwerke und Kapazität Schritt für Schritt, neu oder als Bestandserweiterung. Unser Konfigurator führt Sie durch die passende Auslegung.

Jetzt Storage konfigurieren
  1. [1] Thomas-Krenn: Storage-Grundlagen: DAS, SAN und NAS im Überblick. thomas-krenn.com, Zugriff: 16.10.2026
  2. [2] IT-Daily: Erfolgreiche Storage-Lösungen: Zeit für Entscheidungen. it-daily.net, Zugriff: 16.10.2026
  3. [3] HPE: HPE MSA 2060 Storage QuickSpecs. cdn.blueally.com, Zugriff: 16.10.2026
  4. [4] HPE: Prefixes for Binary and Decimal Multiples. hpe.com, Zugriff: 16.10.2026
  5. [5] IT-RESELL: Storage-Konfigurator. it-resell.com, Zugriff: 16.10.2026

Hinweis zu diesem Beitrag: Inhalte auf diesem Blog werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und von unserem Redaktionsteam recherchiert, fachlich geprüft und freigegeben.

FAQ

Häufige Fragen zur Konfiguration von Storage-Systemen

Wie konfiguriere ich ein Storage-System richtig?

Beginnen Sie beim Speicherbedarf und bei den Zugriffsmustern, wählen Sie dann Plattform und Anbindung. Danach folgen Controller, Laufwerke und die Kapazitätsrechnung nach RAID, Spare und Reserve. Prüfen Sie Freigaben, Verkabelung und Erweiterbarkeit, bevor Sie bestellen.

Was ist der Unterschied zwischen DAS, NAS und SAN?

DAS hängt direkt am Server und braucht dort nur einen HBA. NAS liefert Dateifreigaben über das normale Netzwerk. Ein SAN stellt mehreren Servern Block-Speicher über ein eigenes Netz bereit, meist per Fibre Channel oder iSCSI. Die Wahl hängt von Serverzahl, Zugriffsart und Budget ab.

Wie viel nutzbare Kapazität bleibt bei RAID 6?

Bei RAID 6 belegen zwei Laufwerke einer Gruppe die Parität. Bei elf Laufwerken zu je 4 TB bleiben 36 TB, also neun Laufwerke Nutzkapazität. Dazu kommen Spare-Kapazität, die Einheit TiB und eine Reserve, sodass real weniger nutzbar ist.

Warum zeigt mein Speicher weniger TB an als gekauft?

Hersteller rechnen in Terabyte, viele Betriebssysteme zeigen Tebibyte an. Ein Tebibyte ist rund 10 Prozent größer, daher wirken 36 TB wie etwa 32,7 TiB. Zusätzlich gehen Redundanz und Spare-Kapazität ab.

Brauche ich ein Dual-Controller-System?

Wenn ein Controller-Ausfall den Betrieb nicht lange stoppen darf, ja. Zwei Controller sichern sich gegenseitig ab, bei einem Ausfall übernimmt der Partner. Manche Systeme, etwa die HPE MSA 2060, laufen ohnehin nur mit zwei Controllern. Für unkritische Daten kann ein einfacheres System genügen.

Fibre Channel oder iSCSI?

Fibre Channel nutzt ein eigenes Netz mit FC-HBAs und FC-Switches und ist in größeren Umgebungen verbreitet. iSCSI arbeitet über Ethernet und kommt auch in kleineren Umgebungen vor, idealerweise in einem dedizierten Netz. Entscheidend sind vorhandene Infrastruktur, Know-how und die geforderte Leistung.

Kann ich beliebige Laufwerke in ein Storage-Array einbauen?

Nicht ohne Weiteres. Teilenummer, Controller und Systemfreigabe gehören zur Prüfung, und viele Arrays arbeiten nur mit freigegebenen Laufwerken. Wählen Sie Laufwerke deshalb passend zum konkreten Modell und klären Sie Zustand und Garantie.

Kann ich ein vorhandenes Storage mit einem Shelf erweitern?

Ja, sofern das Erweiterungsgehäuse zur vorhandenen Anlage passt. Dafür sind die genaue Modellbezeichnung, die Controller und die Ausstattung des Bestands nötig. Auch Anschlussart und Kabel müssen passen. Nennen Sie diese Angaben bei der Anfrage.